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24.6.: Ein Monat Sperre für Ludger Beerbaum - letzte Nachwirkungen von Olympia 2004

dpa - Ludger Beerbaum (Riesenbeck) wurde von der Disziplinarkommission der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) für einen Monat gesperrt, darf diese Turnier-Pause aber innerhalb des kommenden halben Jahres frei wählen. Mit diesem Urteil ist nun auch das nationale Verfahren abgeschlossen, das auf Grund der positiven Medikationskontrolle von Beerbaums Pferd Goldfever bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen geführt worden ist.

"Ich werde das so hinnehmen und bin froh, dass es endlich vorbei ist", kommentierte Beerbaum. Nach dem Regelwerk des Reitsports handelte es sich im Fall Goldfever um eine positive MedikationskKontrolle, auch wenn die Reiter selbst von Doping-Proben sprechen. Zu einem echten Doping-Fall wäre es nur geworden, wenn Beerbaum von den Sportrichtern Leistungsbeeinflussung unterstellt worden wäre. Dies war beim deutschen Ausnahmereiter in allen Instanzen nicht der Fall.

"Es war einfach ein riesig doofer Fehler", sagte Beerbaum. Der Reiter hatte zugegeben, dass dem Pferd in Athen von der Pflegerin eine Salbe verabreicht worden war. Es war aber versäumt worden, diese Behandlung bei den Olympia-Funktionären anzumelden. "Wäre es angegeben worden, wäre nichts passiert", sagte der Reiter, der seine mit dem Team gewonnene Goldmedaille zurückgeben musste. Seine Mannschaftskameraden Christian Ahlmann (Marl), Otto Becker (Sendenhorst) und Marco Kutscher (Riesenbeck) waren vom Gold- auf den Bronzerang gerutscht.

Begonnen hatte der Fall, nachdem die FEI am 8. Oktober 2004 die positive A-Probe bei Goldfever veröffentlicht hatte. Bei der Kontrolle von Athen war Betamethason analysiert worden. Er selbst habe von dem verbotenen Wirkstoff in einer Salbe nichts gewusst und auch nicht davon, dass dieser in die Blutbahn eindringen kann, hatte Beerbaum mehrfach betont. Goldfever sei wegen eines "Ekzems im Fesselbogen" mit der Salbe behandelt worden.

Der FEI-Rechtsausschuss disqualifizierte Beerbaum am 3. Dezember 2004 wegen nicht erlaubter und nicht angemeldeter Medikation. Das Gremium fand keine Anzeichen, dass der Beschuldigte "das Wohlbefinden des Pferdes riskiert und einen Vorteil erzielt hat". Beerbaums Erklärung dazu lautete: "Goldfever ist in Athen behandelt worden zum Wohle des Pferdes und nicht, um die Leistung zu beeinflussen. Es bleibt der Vorwurf, dass ich das nicht angemeldet habe. Dazu stehe ich. Und die Konsequenz muss ich tragen." Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat am 5. September 2005 einen Einspruch Beerbaums abgelehnt.

Zu den Besonderheiten bei Doping-Fällen im Reitsport gehört, dass nach Abschluss des internationalen noch ein nationales Verfahren eingeleitet wird. Erst mit dem nun gefällten Urteil ist der Fall endgültig beendet, da Beerbaum keinen Einspruch einlegen will. Die Disziplinarkommission der FN begründete das Strafmaß von einem Monat vor allem mit Fahrlässigkeit und den frei wählbaren Zeitraum innerhalb eines halben Jahres mit "zeitlichen Verzögerungen" im gesamten Verfahren.

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